DÜNNDARM DURCHLÄSSIGKEIT
Der menschliche Dünndarm ist mit seiner aktiven Oberfläche so gross wie 2 komplette Tennisplätze und ist unser eigentlicher Kontakt zur Umwelt. Die Darmwand und Schleimhaut ist so dünn wie unser Augenlid und hat zum einen eine sehr wichtige und zum anderen auch anfällige Doppelfunktion. Sie ermöglicht es uns über unsere Nahrung all die vitalen Nährstoffe aufzunehmen und zum anderen muss sie uns vor schädlichen Inhaltsstoffen schützen. Diese beiden Funktionen können sowohl im einzelnen aber auch in der Kombination gestört sein. Unser Dünndarm enthält vor allem in den unteren Abschnitten eine sehr grosse Menge an Bakterien und deren Stoffwechselprodukte, als auch die Abbauprodukte aus unserer Verdauung.

Normale Dünndarmschleimhaut
- Hier sind die Zotten intakt = die Aufnahmefläche für gesunde Nahrung ist gross
- Alle Zwischenräume sind geschlossen = unerwünschtes bleibt draussen
Zerstörte Dünndarmschleimhaut

-
Hier sind die Zotten reduziert = die gesunde Nahrung wird schlecht resorbiert
- Zwischenräume erweitert = unerwünschtes wie Allergene kann ungefiltert hinein
Wie kann die durchlässigkeit untersucht werden?
Für kleine Moleküle wie zum Beispiel dem Einfach-Zucker ist die Dünndarmschleimhaut normalerweise gut durchlässig. Anders sieht bei größeren Molekülen wie Doppelzucker aus. Wenn man dann Substanzen wählt, die durch unseren Organismus nicht abgebaut werden können, kann deren Ausleitung im Urin über die Aufnahme durch den Darm direkt Auskunft geben. Die Testlösung, die hier zur Anwendung kommt, besteht aus Mannitol (Einfach Zucker, schnelle Aufnahme) und aus Lactulose (Doppel Zucker, wird kaum aufgenommen). Wenn die Darmfunktion normal ist, wird man im Urin praktisch nur Mannitol finden und sehr wenig Lactulose. Dass heisst, je höher der Lactuloseanteil ist, um so durchlässiger die Dünndarmschleimhaut. Je schlechter die Substanzen aufgenommen werden, um so weniger kann unser Darm die benötigten Vitalstoffe resorbieren (zu beachten bei ungewollten Gewichtsverlusten und Wachstumsstörungen !).
Bei einer hohen Lactulose Ausscheidung: Durchlässigkeit ist erhöht
Bei einer tiefen Mannitol-/ Lactuloseausscheidung: erniedrigte Durchlässigkeit, Malabsorption
Therapiemöglichkeiten
- Darmflora fördernde Ernährung
- Symbiose Lenkung
- Verdauung mit Enzymen unterstützen
- Eventuell zusätzlich noch de Ausschluss einer Lactose (Milchzucker) Unverträglichkeit (Nicht zu verwechseln mit Lactulose)
- Glutamine
- Ungesättigte Fettsäuren
- Selen und Zink
- Panthothensäure, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin A und Beta-Carotin
- Süssholz, Aloe Vera und Ginko Biloba
- Einschränkung von iritierenden Medikamenten wie z. B. Antirheumatika
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Wir beraten Sie gerne (auch speziell zur Zöliakie --> Allergie auf Gluten).






